Götti wird Schweizermeister

26. Eidgenössisches Armbrustschützenfest 2026 in Weesen (Fritz Leuzinger Photography)

Michael Götti vom ASV Altstätten hat am Eidgenössischen Armbrustschützenfest in Weesen überraschend den Schweizer Meistertitel gewonnen. Der Triumph ist umso bemerkenswerter, weil er während des gesamten Festes als Personalchef des Organisationskomitees stark gefordert war.

Im Rahmen des Eidgenössischen Armbrustschützenfestes wurden am Freitag, 17. Juli, und Samstag, 18. Juli, in Weesen die Schweizer Meister mit der Armbrust über die 30-Meter-Distanz erkoren.

Während Simon Beyeler die prestigeträchtige 2-Stellungs-Meisterschaft gewann, sorgte die Kniend-Meisterschaft der Elite für die wohl grösste Überraschung des Wochenendes: Mit Michael Götti vom ASV Altstätten setzte sich ausgerechnet jener Schütze durch, der während des gesamten Eidgenössischen Armbrustschützenfestes als Personalchef im Organisationskomitee stark gefordert war.

Neben zahlreichen organisatorischen Aufgaben blieb ihm in den vergangenen Tagen nur wenig Zeit, den Fokus auf den Wettkampf zu richten.

Der Weg zum Titel verlief spektakulär.

Als 25. der Qualifikation schaffte Götti den Einzug in die Final-Qualifikation. Dort verbesserte er sich mit einer starken Leistung auf Rang zwei und qualifizierte sich damit für den Schlussfinal der besten acht Schützen.

Im entscheidenden Wettkampf bewies der Oberrieter starke Nerven und sicherte sich überraschend die Goldmedaille. Auf den weiteren Podestplätzen folgten Joëlle Baumgartner vom ASV Rümlang und Titelverteidiger Joel Brüschweiler vom ASV Bürglen.

«Ich konnte unbeschwert am Schlussfinal antreten. Im schlimmsten Fall wäre ich auf dem achten Platz gelandet. Das wäre für mich bereits ein schöner Erfolg gewesen», sagte Michael Götti nach seinem ersten Schweizer Meistertitel.

Entscheidend sei gewesen, sich trotz der schwierigen Bedingungen auf jeden einzelnen Schuss zu konzentrieren: «Der Wind war brutal. Ich habe versucht, jeden Schuss sauber abzugeben, und das hat funktioniert.»

Mit seinem unerwarteten Triumph feierte Götti den bislang grössten Erfolg seiner Karriere und krönte gleichzeitig eine intensive Woche als Mitorganisator und Sportler.


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